Urbane Sicherheit und Partizipation: Stellenwert und by Jens Wurtzbacher

By Jens Wurtzbacher

Seit Beginn der 1990er Jahre wurde bürgerschaftliche Partizipation im Zuge von group Policing in den united states und von kommunaler Kriminalprävention in Deutschland als wichtige Ressource für urbane Sicherheitspolitiken dargestellt. Die Arbeit beantwortet empirisch die Frage, ob sich im Feld der Sicherheitspolitik partizipative Projektformen dauerhaft etablieren konnten und ob diese einen Effekt auf das öffentliche Leben der Städte nach sich zogen. Dabei wird empirisch die state of affairs der kriminalpräventiven Gremienarbeit in zwölf bundesdeutschen Großstädten unter die Lupe genommen und anhand zweier Fallstudien zu Berlin und Stuttgart vertieft. Die scenario in den united states wird anhand einer Fallstudie zu Chicago näher analysiert.

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26 Bis in die 1940er Jahre blieb soziale Kontrolle und mit ihr die Betonung gemeinschaftlicher Aspekte im individualisierten Sozialleben der Moderne ein zentraler Begriff der amerikanischen Soziologie. 27 25 Auch George Herbert Mead hatte den Aspekt der Selbstkontrolle im Blick: „Social control depends, then, upon the degree to which individuals in society are able to assume attitudes of others who are involved with them in common endeavors“ (zit. nach Jannowitz 1975: 83). 26 Lange vor Louis Wirth zeichneten William Isaak Thomas und Florian Znaniecki (1918-20) parallel zu Urbanisierung und Individualisierung gemeinschaftliche Rekonstruktionsprozesse in der für die Stadtforschung klassischen Untersuchung polnischer Einwanderergemeinden im Chicago des frühen 20.

Welche Institutionen innerhalb dieses Kontrollprozesses von Kollektiven mit welchen Kompetenzen wirksam sind, unterliegt der demokratischen Gestaltung. Für den hier vorliegenden Gegenstand der Sicherheitsgewährleistung folgt daraus, dass innerhalb eines politischen Selbstverständigungsprozesses zur Thematik Sicherheit Aufgaben konkretisiert und per Beschluss auf konstitutioneller Basis an verschiedene, nicht immer zwingend staatliche Institu- 43 Historisch kann sicherlich nicht davon gesprochen werden, dass dieser Selbstverständigungsprozess immer ein demokratischer war.

Zugleich aber drohen alle Formen sozialer Kontrolle Öffentlichkeit einzuschränken. Das ambivalente Verhältnis von sozialer Kontrolle und öffentlichem Raum ist der Stadt immanent. Die Zugänglichkeit des öffentlichen Raumes beruht auf einer prekären Balance zwischen Anonymität und sozialer Kontrolle, zwischen Sicherheit und Verunsicherung, zwischen Vertrautem und Fremdem, zwischen Gleichheit und Diffeverhältnis stehen, ohne dass die Polarität verloren geht. “ 34 Bahrdt bezog wesentliche Impulse dieser Argumentation von Max Webers Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Stadt (vgl.

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